Verselbständigungswohngemeinschaft Birkeneck (Regelangebot)

Kinderhaus Birkeneck Vorderseite

Besprechungsraum

Küche

 

 

Der Bereich der Verselbständigung in der „WG“ bietet Platz für drei Jugendliche, die weitestgehend stabil in ihrer Persönlichkeit sein müssen.

Dies ist eine grundsätzliche Vorraussetzung, da die Betreuungsdichte hier heruntergesetzt wird, um den Verselbständigungscharakter deutlich zu machen.
An fünf bis sechs Wochentagen steht diesen Jugendlichen stundenweise eine Bezugserzieherin zur Verfügung.
In der verbleibenden Zeit können sich die Jugendlichen mit dringenden Belangen an die Pädagogen im Haupthaus wenden. Um jedoch eine klare Abgrenzung zum gewohnten Heimalltag zu verdeutlichen, haben die Bewohner der WG dafür festgelegte Zeiten.

Das Ziel für diese Wohngruppe beinhaltet vorrangig das Erlernen von Selbständigkeit in den Bereichen Haushaltsführung, wie Einkaufen, Kochen, Putzen und Wäschepflege, sowie die Einteilung des Wirtschaftsbudgets und die Alltagsplanung. Des Weiteren ist es wichtig, dass sich die Jugendlichen mit der Zukunftsplanung auseinandersetzen, was bedeutet, dass sie gemeinsam mit ihrer Erzieherin an der weiteren schulischen und beruflichen Laufbahn arbeiten. Fähigkeiten, Wünsche und realistische Möglichkeiten werden hier stets aufs Neue berücksichtigt, um so genau wie möglich eine Ausbildungsform zu finden, die der Struktur und den Fähigkeiten des Jugendlichen entspricht.

Ebenso wird hier ein besonderes Augenmerk auf die weitere Persönlichkeitsentwicklung gelegt. Die Jugendlichen können mit der systemisch arbeitenden Erzieherin in dieser neuen Lebensphase ein Genogramm anfertigen und Familienaufstellungen erarbeiten.

Diese Mittel können den Jugendlichen helfen, sich nochmals mit ihrer Familiengeschichte auseinanderzusetzen, um möglicherweise wichtige Entscheidungen für ihr Leben zu treffen und Zukunftsplanungen zielstrebiger zu verfolgen.

Die Räumlichkeiten der Wohngemeinschaft sind auf zwei Etagen aufgeteilt. Im oberen Bereich befinden sich außer den drei Zimmern der Jugendlichen ein geräumiges Bad mit Dusche und Badewanne, in der unteren Etage eine große Wohnküche, Flur und Gäste WC.
Die Jugendlichen haben in diesem Bereich mehr Freiheiten zur Selbstbestimmung, aber auch ebenso mehr Pflichten und Verantwortung, um damit der Selbständigkeit im Erwachsenenleben einen großen Schritt näher zu kommen.

Die Jugendlichen müssen in der Lage sein, morgens eigenständig den Schulalltag zu beginnen, sich mittags das Essen zuzubereiten, die Hausaufgaben zu erledigen, die Freizeitgestaltung zu planen, die Räume sauber zu halten, den Einkauf zu erledigen und pünktlich zu Bett zu gehen.
Bei all diesen neuen Aufgaben werden die Jugendlichen durch das pädagogische Personal angeleitet, unterstützt und kontrolliert.

Diese Maßnahme ist ausgerichtet als Zwischenschritt zum Sozialpädagogisch betreuten Wohnen, um die Belastungen besser üben zu können und die Überforderungen im eigenen Haushalt präventiv zu minimieren.